Statistik

Verkehrsbericht 2021

Verkehrsunfallstatistik des Polizeipräsidiums Osthessen

Verkehrsbericht 2021

 

Verkehrsunfallstatistik 2021

 

  • 10.145 Verkehrsunfälle: zweitniedrigster Wert seit Bestehen des Polizeipräsidiums

  • Geschwindigkeitsüberwachung zeigt Wirkung: 6,8 Prozent weniger Verkehrsunfälle mit Personenschaden aufgrund zu schnellen Fahrens

  • Weniger Motorradunfälle aufgrund überhöhter Geschwindigkeit

  • Kein getötetes Kind durch einen Verkehrsunfall in den letzten acht Jahren

  • Nahezu jede zweite Verkehrsunfallflucht geklärt

  • Deutlicher Rückgang bei den Unfällen mit Fahrrädern um 18,6 Prozent

  • Vielfältige Präventionsmaßnahmen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

 

Im Jahr 2021 ereigneten sich auf osthessischen Straßen insgesamt 10.145 Verkehrsunfälle. Dies ist der zweitniedrigste Wert seit Bestehen des Polizeipräsidiums. Zwar stieg die Anzahl der Unfälle gegenüber 2020 um 732 leicht an, was aber aufgrund des verringerten Verkehrsaufkommens während der Corona-Pandemie zu erwarten war. Zieht man den Vergleich zu 2019 (11.644 Unfälle), ereigneten sich in 2021 insgesamt etwa 13 Prozent weniger Verkehrsunfälle. Der Anteil an den Gesamtunfallzahlen des Landes Hessen (130.622) beträgt 7,8 Prozent.

Die Zahl der Verunglückten stieg im Jahr 2021 um 7,7 Prozent von 1.721 auf 1.853 Personen. Im aktuellen Berichtszeitraum ereigneten sich 26 Verkehrsunfälle bei denen insgesamt 27 Menschen zu Tode kamen. Ein Jahr zuvor wurden 25 Personen bei Verkehrsunfällen tödlich verletzt. Bei der Anzahl der Schwerverletzten ist ein leichter Anstieg von 433 auf 439 Menschen zu verzeichnen. Ähnlich entwickelte sich die Zahl der Leichtverletzten, die um 124 auf 1.387 stieg.

„Verkehrsunfälle sind schreckliche Ereignisse, bei denen immer wieder Menschen verletzt werden oder sogar zu Tode kommen. Oftmals bleiben bei den Betroffenen Spätfolgen oder schmerzliche Erinnerungen zurück“, so Polizeipräsident Günther Voß. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Polizeipräsidiums Osthessen arbeiten mit Verkehrskontrollen und Unfallbekämpfungskonzepten tagtäglich daran, die Unfallursachen zu bekämpfen und die Verkehrsteilnehmenden im Hinblick auf die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren. „Auf eine offensive Präventionsarbeit legen wir dabei ein genauso großes Augenmerk wie auf polizeiliche Kontrollmaßnahmen und eine qualifizierte Strafverfolgung. Jeder verhinderte Unfall ist ein Erfolg“, betont Voß.

 

Hier geht es zur kompletten  (938 kb) Presseinformation 2021

Hier geht es zur  (2428 kb) Verkehrsunfallstatistik 2021

 


Regionle Betrachtung

Weniger Verkehrsunfälle mit Personenschaden
Auf den Straßen des Landkreises Fulda ereigneten sich 3.339 Verkehrsunfälle, das sind weniger als in den Jahren 2017 bis 2019, jedoch 94 mehr als im Jahr 2020. Trotz der langen Phasen des Lockdowns und den Möglichkeiten im Homeoffice zu arbeiten, gab es einen Anstieg von 2,9 Prozent bei der Anzahl der Verkehrsunfälle.

Sehr erfreulich ist allerdings der Rückgang bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden um insgesamt 6,4 Prozent auf 527 Unfälle (2020: 563 Unfälle). Sieben Menschen starben bei schweren Verkehrsunfällen, dies sind zwei weniger als im Jahr davor. Dennoch ist der Anteil der Unfälle, deren Ursache in der nicht angepassten Geschwindigkeit liegt, mit annähernd 25 Prozent immer noch zu hoch. 
Im Jahr 2021 ereigneten sich mit 731 Unfallfluchten 8,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote liegt weiterhin bei 51 Prozent, was bedeutet, dass jede zweite Unfallflucht aufgeklärt wird.

Hier geht es zum kompletten Bericht   (117 kb) Polizeidirektion Fulda 2021

Weiterhin geringere Unfallzahlen

Die Anzahl der registrierten Verkehrsunfälle im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist im Vergleich zum Vorjahr um etwa fünf Prozent gestiegen, liegt damit aber weiterhin auf einem erfreulich niedrigen Niveau. Mit insgesamt 2.280 polizeilich aufgenommenen Unfällen im Jahr 2021 waren es nur marginal mehr Unfälle als noch im Vorjahr (2.163).
Hierbei ereigneten sich im Altkreis Bad Hersfeld mit 1.527 Verkehrsunfällen 113 Unfälle mehr als 2020. In Rotenburg bleibt die Zahl der Gesamtunfälle gegenüber dem Vorjahr mit nur vier Unfällen mehr und damit 753, annähernd gleich. Auch im vergangenen Jahr waren vermutlich die veränderten Lebensumstände aufgrund der Corona-Pandemie eine Ursache für die dennoch geringeren Zahlen im Vergleich zu den Jahren vor Corona.
Während 2020 noch 373 Verkehrsteilnehmer verunglückten, ging die Zahl derer, die im Jahr 2021 einen Personenschaden erlitten, auf 370 Personen zurück. Dies ist der niedrigste Wert der vergangenen fünf Jahre und damit eine erfreuliche Entwicklung.

Hier geht es zum kompletten Bericht (121 kb) - Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg 2021

Weniger Unfälle mit Schwerverletzten

Wie aus dem Verkehrsbericht zu entnehmen ist, stieg die Gesamtunfallzahl gegenüber dem Vorjahr um 8,1 Prozent auf 2.432 Unfälle. Führten im Jahr 2020 die Lockdowns im Frühjahr und Herbst noch zu einer Reduzierung des Verkehrsaufkommens und mithin zu sinkenden Unfallzahlen, so liegt die Zahl wieder im Bereich der Jahre vor der Pandemie.
Einen beträchtlichen Anteil der Verkehrsunfälle im Vogelsbergkreis machen Wildunfälle aus. Diese haben um 61 auf 1.080 Unfälle zugenommen und entsprechen damit einem Anteil von über 44 Prozent an den Gesamtunfallzahlen.
Die Unfallzahlen mit tödlichem Ausgang gingen um drei Unfälle auf sieben Verkehrsunfälle zurück. Bei den Unfällen mit schwerem Personenschaden konnte ebenfalls ein leichter Rückgang von 107 auf 105 Verkehrsunfälle festgestellt werden.

Hier geht es zum kompletten Bericht  (137 kb) - Polizeidirektion Vogelberg 2021

Mehr schwere Unfälle als im Vorjahr

Nach dem coronabedingten Rückgang der Unfallzahlen im Jahr 2020 hat uns der Alltag auf den osthessischen Autobahnen - trotz des andauernden Pandemiegeschehens - wieder eingeholt. Mit 2.094 Verkehrsunfällen registrierten die beiden Polizeiautobahnstationen Bad Hersfeld und Petersberg eine Zunahme von 334 Unfällen (+19 Prozent) gegenüber dem Vorjahr.

Eine Steigerung musste auch im Hinblick auf Verkehrsunfälle mit schwerverletzten und/oder getöteten Personen verzeichnet werden. 20 Unfälle (+40,8 Prozent) mehr wurden von der Polizei aufgenommen. Die Anzahl der Unfälle mit Schwerverletzten stieg um 38,6 Prozent von 44 auf 61 Unfälle, hierbei kamen 80 Menschen zu Schaden. Ereigneten sich in 2020 noch fünf Unfälle, bei denen mindestens eine Person ihr Leben verlor, waren es im vergangenen Jahr acht. Dabei verstarben neun Unfallopfer.

Hier geht es zum kompletten Bericht   (116 kb) - Direktion Verkehrssicherheit 2021