Verkehrsbericht 2020

Verkehrsunfallstatistik des Polizeipräsidiums Osthessen

20.05.2021 | Verkehrsbericht 2020

 

 Polizeipräsidium Osthessen mit Straße im Hintergrund (blau-grau) zum Thema Verkehrsbericht 2020

 

Polizeipräsident Günther Voß: „Geringste Unfallzahlen seit Bestehen des Polizeipräsidiums!“

 

  • Unfallzahlen stark rückläufig

  • Auch die Anzahl der Getöteten und Verletzten sank

  • Geschwindigkeit bleibt Hauptunfallursache bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden

  • Fast jede zweite Verkehrsunfallflucht geklärt

  • Zunahme bei den Unfällen mit Fahrrädern und Pedelecs

  • Virtuelle „FahrRADschule“ und Pedelec-Training für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

 

Corona-Pandemie hat das Mobilitätsverhalten maßgeblich beeinflusst

OSTHESSEN. Mit 9.413 Verkehrsunfällen hat das Polizeipräsidium Osthessen im Vergleich zum Vorjahr 2.231 Unfälle weniger registriert. Das entspricht einem Rückgang um 19,2 Prozent (2019: 11.644 Fälle), es ist der niedrigste Wert seit Bestehen des Präsidiums. Der Anteil an den Gesamtunfallzahlen des Landes Hessen (122.786) beträgt 7,7 Prozent.

Verkehrsunfälle mit Todesfolge sanken von 28 auf 25. Dabei starben 25 Menschen, vier weniger als im Vorjahr. 1.721 Personen verunglückten im vergangenen Jahr auf osthessischen Straßen, was einem Rückgang von 24,3 Prozent (553 Fälle) entspricht. Die Zahl der Schwerverletzten sank ebenfalls um 92 auf 433 Personen (2019: 525) und liegt damit deutlich unter der 500-Marke.
„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung spürbar beeinflusst und auch zu einem deutlichen Rückgang der Verkehrsunfälle geführt“, sagt Polizeipräsident Günther Voß. Darüber hinaus arbeiteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Polizeipräsidiums mit Verkehrskontrollen und Verkehrssicherheitskonzepten daran, die Unfallursachen nachhaltig zu senken. „Neben Kontrollmaßnahmen setzen wir auf unsere Präventionsarbeit“, so Voß. „Jeder verhinderte Verkehrsunfall ist ein Erfolg, jeder Unfall mit schweren Folge ist einer zu viel.“

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Regionle Betrachtung

 

Im Straßenverkehr des Landkreises Fulda ereigneten sich 2020 insgesamt 3.245 Verkehrsunfälle. Dies sind erfreulicherweise 656 weniger als im Jahr 2019 (Rückgang: 16,8 Prozent).

Wie auch in 2019 ist die Zahl der Unfälle mit Schwerverleelstzten deutlich gesunken. Waren in 2019 noch 228 Personen betroffen, sank die Zahl in 2020 um 18,9 Prozent auf 185. In 2020 verstarben leider neun Menschen bei Verkehrsunfällen, das sind zwei mehr als im Vorjahr.

Hervorzuheben ist ein deutlicher Rückgang von Verkehrsunfallfluchten. Hier wurden im Jahr 2020 insgesamt 673 Fälle registriert. In 2019 waren es noch 863. Dies entspricht einer Reduzierung von 22 Prozent. Anzumerken ist, dass jede zweite Unfallflucht aufgeklärt wurde (Aufklärungsquote 51 Prozent).

 

Hier geht es zum kompletten Bericht   (217 kb) Polizeidirektion Fulda

Ein viertel weniger Verkehrsunfälle

Die Anzahl der registrierten Verkehrsunfälle im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist erfreulicherweise im dritten Jahr in Folge deutlich gesunken. Mit insgesamt 2163 polizeilich aufgenommenen Unfällen im Jahr 2020 waren es genau 706 oder 25 Prozent weniger als noch im Jahr 2017. Im Vergleich zum Jahr 2019 beträgt die Differenz 502 Verkehrsunfälle, was einem Rückgang von immerhin noch 19 Prozent entspricht.

Hierbei waren im Altkreis Bad Hersfeld die Zahlen mit 23 Prozent auf nunmehr 1414 Unfälle deutlich stärker rückläufig als im Altkreis Rotenburg, in dem die Gesamtunfälle gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent auf 749 sanken. Als Ursache hierfür sind insbesondere die veränderten Lebens- und Verkehrsgewohnheiten auf Grund der Coronapandemie zu vermuten. Dies macht sich offenbar in dem üblicherweise höher belasteten Verkehrsnetz im Bereich des Mittelzentrums Bad Hersfeld stärker bemerkbar als im übrigen Kreisgebiet.

Hier geht es zum kompletten Bericht (394 kb) - Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg

Unfallzahlen auf niedrigstem Niveau seit 2016

Der Verkehrsbericht informiert über die Verkehrsunfallentwicklung im Vogelsbergkreis im Jahr 2020. Aus dem Bericht geht hervor, dass die Zahl der Verkehrsunfälle mit 2.245 Unfällen gegenüber dem Vorjahr um 14,25 Prozent gesunken ist. Diese positive Entwicklung ist sicherlich zumindest teilweise durch die Corona-Pandemie bedingt. Das durch die Lockdowns im Frühjahr und Herbst und Arbeiten im Homeoffice verringerte Verkehrsaufkommen, wirkte sich entsprechend auf die Unfallzahlen aus.

Die geringere Anzahl der Unfälle führte auch zu einem Rückgang bei den im Straßenverkehr verletzten Personen. So reduzierte sich die Anzahl von Unfällen mit Personenschäden um 16 Prozent gegenüber 2019. Die Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang stiegen von sieben im Jahr 2019 auf zehn im Jahr 2020.

Bei näherer Betrachtung der Gesamtumfallzahlen treten zwei Kategorien hervor. Zum einen ist ein erfreulicher Rückgang von Wildunfällen von 10,93 Prozent auf nunmehr 1.019 Unfalle zu verzeichnen. Zum anderen sank die Zahl der Unfallfluchten um 14,1 Prozent auf 446. Als Erfolg polizeilicher Ermittlungsarbeit steigt die Aufklärungsquote um 9,74 Prozentpunkte auf nunmehr 41 Prozent.

Hier geht es zum kompletten Bericht  (491 kb) - Polizeidirektion Vogelsberg

Ein Drittel weniger Verkehrsunfälle auf osthessischen Autobahnen

Das Verkehrsunfallgeschehen auf den osthessischen Autobahnen im Jahr 2020 war stark durch den Rückgang des Verkehrsaufkommens infolge der Corona-Pandemie geprägt. Ursächlich dafür dürften durch Lockdown und Homeoffice bedingte Rückgänge bei Berufspendlern sowie viele ausgefallene Urlaubsreisen gewesen sein.

Die beiden Polizeiautobahnstationen Bad Hersfeld und Petersberg registrierten mit 1.760 Unfällen gegenüber dem Vorjahr erfreulicherweise 700 Unfälle (minus 28,5 Prozent) weniger. Die Anzahl an Verkehrsunfällen, bei denen jemand verletzt oder getötet wurde, reduzierte sich um 27,1 Prozent auf 180. Bei 1.580 (2019: 2213) Unfällen blieb es zum Glück nur bei Sachschaden.

Hier geht es zum kompletten Bericht   (2,5 kb) - Direktion Verkehrssicherheit